DOGS Logo Geschichten, die nur mit Hund passieren

SPORT Die Trends beim Spaßhaben

Sophie Prüfert

Raus geht’s, aber schon wieder die gleiche Gassirunde? DOGS hat beim Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine nach den Trends im Hundesport gefragt, die der ganzen Familie Freude machen und für Abwechslung sorgen.

Flyball

Spiel und Sport werden beim Flyball vereint, denn es geht um Tempo, Spieltrieb und Apportierfreude. Eine Startampel gibt das Signal, auf das hin zwei Hunde über ihre Wettkampfbahnen sprinten, hinweg über vier Hürden zu einer Wurfmaschine. Betätigt der Hunde diese, muss er den herausfliegenden Ball fangen und schnellstmöglich mit ihm zurück zu seinem Hundeführer laufen. Unter viel Getöse werden die Hunde über die sechzehn Meter lange Strecke zurückgerufen und angefeuert.

Flyball fördert auf spielerische Art Bewegungsfreude, Selbstsicherheit und Sozialverhalten des Hundes. Denn gestartet wird in Teams von jeweils vier Hunden. Flyball ist dabei offen für Hunde aller Größen und Rassen. Ein Hund, der nur am Ballwurf interessiert ist, ist zwar eine gute Voraussetzung, reicht aber für Flyball nicht aus, denn auch die Rückkehr mit dem Ball muss gelingen.

 

Rally Obedience

Eine der jüngsten Sportarten, die schon jetzt großen Zulauf und Interesse der Hundehalter findet. In dieser Form von Obedience dürfen Mensch und Hund ständig miteinander kommunizieren, um einen Parcours mit mehreren Stationen zu absolvieren. Diese bestehen jeweils aus einem Schild, das dem Mensch-Hund-Team angibt, was zu tun ist und in welcher Richtung es weitergeht. Hund und Halter arbeiten gemeinsam möglichst schnell und präzise den Parcours ab. Dabei darf der Hund jederzeit angesprochen, motiviert und gelobt werden.

Mögliche Übungen beim Rally Obedience sind neben Sitz, Platz und Steh auch Richtungsänderungen, Slalomläufe, kleinen Hürden oder Übungen zur Futterverweigerung von platzierten Leckereien. Da es bei Rally Obedience vor allem um ein gutes Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund geht, sind Erfolge schnell sichtbar und schaffen zusätzliche Motivation.

 

Treibball

Die Hundesportart Treibball ist an die Hütearbeit angelehnt, eignet sich jedoch für Hunde fast aller Rassen und Größen. Besonders für Hunde, die das normale Spazierengehen nicht auslastet, ist der Sport ideal. Denn zum Training werden nur acht handelsübliche Gymnastikbälle, in passender Größe für den Hund, und ein zwei mal drei Meter großes Tor benötigt. Auf einer großen Wiesenfläche ist es die Aufgabe des Hundes, die Bälle nacheinander mit Schnauzen- und Körpereinsatz in das Tor zu treiben. Er wird dabei unterstützt durch akustische Signale und Gesten des Hundeführers.

Die gemeinsame Kommunikation ist bei diesem Sport daher besonders wichtig. Der Hund braucht für Treibball viel Geschick und der Mensch jede Menge Geduld. Am Anfang lohnt es sich, mit nur einem Ball zu beginnen, danach können die Aufgaben je nach Fitness des Hundes in Schwierigkeit und Tempo variiert und auf das Team abgestimmt werden.

 

Wasserarbeit

Die bislang noch weniger bekannte Wasserarbeit gehört wie Mantrailing zum Rettungshundesport und ist besonders in wärmeren Monaten beliebt. Entstanden ist die Wasserarbeit durch die Begeisterung der Neufundländer für das Wasser, sodass der Deutsche Neufundländer Klub diese zu einer Sportart entwickelte. Heute dürfen auch andere wasserfreudige Hunderassen am Training teilnehmen, etwa Retriever oder Labradore.

Ziel der Wasserarbeit ist es, dass die Hunde lernen, Menschen aus dem Wasser zu retten. Dazu gibt es Übungen wie ein Surfbrett an der Leine zurückbringen, Apportieren eines ins Wasser geworfenen Gegenstands oder für Fortgeschrittene das Bergen von Puppen. Auch wenn es nie zum Ernstfall kommen sollte, gibt es mittlerweile zahlreiche deutschlandweite und internationale Wettkämpfe – eine kühlende Auslastung ist der Sport für den Vierbeiner allemal.

 

„Helfer auf vier Pfoten“ – Besuchshundedienste in Kindereinrichtungen

Für Hunde, die es weniger sportlich mögen, aber dennoch eine anspruchsvolle Beschäftigung suchen, ist das Projekt „Helfer auf vier Pfoten“ vom DVG interessant. Dort wurden bereits über vierhundert Mensch-Hund-Teams ausgebildet, die regelmäßig Kindereinrichtungen wie Kindergärten und Schulen besuchen. Den Kindern wird durch den aktiven Kontakt zum Hund nicht nur viel Freude gebracht, sondern auch der richtige Umgang mit dem Hund vermittelt und sogar vorhandene Angst abgebaut. Für den Hund kommen die Streicheleinheiten auch nicht zu kurz. Ein Gesundheitsattest und eine abgeschlossene Hundeprüfung sind Voraussetzung für einen Eignungstest des Veterinärs. Denn nicht jeder freundliche Hund bleibt auch bei zwanzig quirligen Kindern gelassen. Die genauen Voraussetzungen zur Teilnahme und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Projekts: www.helfer-auf-vier-pfoten.de

Aktiv mit dem DVG
Von der Welpenspielgruppe bis zum Wettkampfsport, wer mit seinem Hund aktiv ist, kommt am Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine e.V. (fast) nicht vorbei – er ist Gewinner des DOGS Awards 2014. Bereits 1947 gegründet, ist man stets offen für Entwicklungen und fördert moderne Hundesportdisziplinen wie Flyball, Dog-Frisbee und Dogdancing ebenso wie den traditionellen Turnierhundesport sowie die Begleit-, Fährten- und Schutzhundausbildung. Weiterer Schwerpunkt: die Fort- und Weiterbildung der Mitglieder über ein breit gefächertes Seminarangebot.
Auf www.dvg-hundesport.de können Sie den passenden Verein in Ihrer Nähe finden.

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