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JETZT IN DER NEUEN DOGS Feel-good-Manager

Alke Habbe

Hunde mit Vierzigstundenwoche? Gibt es immer häufiger: In Unternehmen wie Google und Xing gehören Vierbeiner mehr und mehr zum Personalstamm.

Mit einer Hand hält Antonia den Telefonhörer, die andere fährt durch Wilmas dunkles, lockiges Fell. Die Zwergschnauzer-Hündin liegt rücklings auf dem Schoß der Marketingexpertin und lässt sich von ihr den Bauch kraulen. So wie jeden Tag zwischen 9:30 und 18:30 Uhr. Denn Antonia und Wilma sehen sich nur im Büro. Bis auf nächste Woche: Wilmas Herrchen Felix fliegt für eine Woche in den Urlaub und lässt die Hündin bei Antonia und weiteren Arbeitskollegen.

Ungewöhnlich? Vielleicht. Allerdings nicht in der Münchner Firma Seokratie. In der Agentur für Suchmaschinenoptimierung gehören Vierbeiner zur Bürofamilie. Leckerlis für die drei Office-Hunde Wilma, Jimmy und Amira zahlt Geschäftsführer Julian Dziki aus der Firmenkasse. Die Vierbeiner dürfen zu festen Zeiten durch das Büro toben und sind selbstverständlich in Meetings dabei. „Hunde sorgen für gute Laune und helfen gegen Stress“, begründet der Agenturchef seine Einstellung zu Vierbeinern im Job und ist damit nicht allein. Denn Bürohunde werden längst nicht mehr nur in kleinen Firmen geduldet, sondern sind immer öfter auch von Großunternehmen am Arbeitsplatz ausdrücklich erwünscht. Beim Versandriesen Amazon etwa, der allein am Standort Seattle sechstausend registrierte Bürohunde hat. Oder beim Karrierenetzwerk Xing, in deren Jobbörse man nach hundefreundlichen Arbeitgebern suchen kann. Auch beim Hotelportal HRS, der Kölner Firma Trusted Shops, dem Webservice-Anbieter Jimdo und natürlich bei der selbst ernannten „Dogs Company“ Google. „Unsere Hundefreunde tragen zu einer spielerischen, lebendigen Atmosphäre bei“, sagt Ralf Bremer, Pressesprecher von Google Germany. „Noch wichtiger ist, dass die Googler sie gerne bei sich haben.“ Zwar dürfen die zehn Office-Vierbeiner am Münchner Standort nicht über die Gänge flitzen – Leinenpflicht! –, gute Stimmung verbreiten sie trotzdem. Die Terrier-Australian-Shepherd-Mischlingshündin Lisy etwa muss immer niesen, wenn sie gestreichelt wird, und sorgt so für Lacher. Welsh Terrier Gruffs dagegen versteckt gern die Sportschuhe seiner menschlichen Kollegen. Und sollte es in einer Konferenz mal lauter werden, kommt die Deutsch-Kurzhaar-Mischlingshündin Reese zum Kuscheln vorbei – und die Gemüter beruhigen sich sofort. Toll für das Betriebsklima, aber auch aus Firmensicht richtig sinnvoll…

Mehr über die vierbeinigen Arbeitskollegen lesen Sie in der neuen DOGS!

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Das sagt Markus Beyer vom Bundesverband Bürohund über Feel-good-Manager auf vier Pfoten:

„Für Hund und Halter ist es toll, nicht voneinander getrennt zu sein. Doch auch der Rest der Firma profitiert von Bürohunden. So sorgen sie zum Beispiel für ein besseres Betriebsklima. Beim Kontakt mit ihnen produziert unser Körper Oxytocin, das uns empathischer macht. Wir können uns besser in die Kollegen einfühlen. Einen ähnlichen Oxytocineffekt haben nachweislich sonst nur noch Pferde oder Delfine auf uns. Als Kommunikationsbrücke fungieren Hunde ebenfalls: Man kommt ins Gespräch, kann brenzlige Themen leichter ansprechen. Und es gibt zudem einen gesundheitlichen Aspekt: Wenn wir Hunde streicheln, schüttet unser Körper das Glückshormon Dopamin aus. Wir sind besser drauf und weniger gestresst. Das können wir alle brauchen, denn in Deutschland leiden 35 Prozent der weiblichen und 25 Prozent der männlichen Bevölkerung unter chronischem Stress.“

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