DOGS Logo Geschichten, die nur mit Hund passieren

IN DER AKTUELLEN DOGS Superkräfte

Im Comic sind Hunde fast immer grandios. Weil sie alles verkörpern, was wir uns von ihnen wünschen: Mut, Treue, Grips, Trost. Ein Essay über Geschichten, die auf den Hund gekommen sind.

Struppi. Idefix. Snoopy. Krypto. Cubitus. Fällt Ihnen etwas auf? Alles berühmte Hunde aus Comicserien, alle sind sie weiß. Im wahren Leben ist der weiße Hund eine Ausnahme, der bei den meisten Rassen erst hineingezüchtet werden musste. Aber nicht im Comic. Da darf das Fell gern strahlend weiß in der Sonne glänzen, während der Hund rettet, was gerade zu retten ist: das Herrchen, den Tag, die Welt oder auch nur den nächsten Gag. Womit eines schon mal klar ist: Realistisch sind Hunde im Comic selten. Zumindest wenn sie mehr sein sollen als Dekor.

Natürlich lungern in unzähligen Comics Vierbeiner unklarer Herkunft herum, die an Leinen zerren, an Laternen pinkeln oder vorbeischlurfend staubige Wolken hinterlassen. Doch das sind Statisten. Rückt der Hund in den Mittelpunkt, ist es vorbei mit der Mittelmäßigkeit. Im Comic sind Hunde nicht nur die besten Freunde des Menschen, sondern der Traum vom Tier auf Papier. Ihre Geschichten erzählen auch davon, was wir uns von ihnen wünschen. Ein gutes Beispiel ist Struppi, der den Reporter Tim durch die Welt begleitet … ein weißer Foxterrier, der seinen Herrn vor Halunken warnt und aus brenzligen Situationen befreit, der Spuren verfolgt und Indizien findet. Und für all das braucht er nicht mehr, als ihm von Natur aus gegeben ist: Instinkt, Ausdauer und scharfe Zähne. Ein ganz normaler Hund eben und zugleich der beste Freund, den man sich wünschen kann.

Das macht Struppi zu einem typischen modernen Comic-Hund: Einerseits wirkt er realistisch, doch zugleich wächst er immer wieder über sich hinaus – das wird von den bunten Hunden heute erwartet.

Als die Comics vor gut hundert Jahren noch in den Kinderschuhen steckten, war es anders. Damals waren die Hunde in der Regel kleine Kläffer, die vielleicht mal eine Spur fanden oder bei Feuer bellten, ansonsten aber eher zum Kuscheln oder als geduldige Gesprächspartner taugten. Ein typisches Exemplar war Sandy, der Hund des Waisenkinds Annie aus der US-Serie „Little Orphan Annie“, die 1924 begann und erst 2010 endete. Sandy ist ein merkmalfreier Hund unklarer Rasse, der Annie ab 1925 auch dann und wann rettete, vor allem aber neben Frauchen hertrottete. Seine wichtigste Aufgabe? Den Hals hinhalten, wenn das Waisenkind Trost und Wärme suchte. Das kennen wir alle, oder?

Auch der erste Hund eines maskierten Helden, der richtig berühmt wurde, war ein stinknormaler Vierbeiner: Devil, der treue Gefährte des 1936 erstmals gegen Banditen kämpfenden Phantom. Er war zwar ein Wolf, also furchteinflößender und, ja, auch gefährlicher als die Promenadenmischungen aus dem Park. Aber letztlich beschränkte er sich auf seine natürlichen Talente: springen, beißen und fürchterlich heulen. Vom Überhund war er weit entfernt.

Doch alles änderte sich in den Fünfzigerjahren. Vorreiter waren die Superhelden, vor allem der Hund des seit 1938 die Welt rettenden Superman: Krypto. Er konnte fliegen, hatte Hitzeblick und Superkraft, und er trug sogar ein rotes Cape wie sein Herrchen. Das war zwar zu nichts gut, signalisierte aber: Ich bin ein Held.

 

Mehr über Hunde als Comic-Helden lesen Sie in der aktuellen DOGS!

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