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Titelthema Die Zukunft gehört dem Hund!

08.01.2018

Zum Jahr des Hundes hat DOGS Experten nach Prognosen und Erwartungen befragt. Sie sind sich einig: Unsere Hunde werden immer wichtiger

Zukunftswissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Reinhardt über Zukunft Leben

„Wir leben an einem Scheideweg und müssen uns fragen, in welcher Welt wir in Zukunft leben wollen. In einer Welt, in der es sein kann, dass ich nass werde, schmutzig, mich ärgere, sorge oder Stress habe, weil mein Hund rauft oder jagt? Oder in einer möglichst optimier­ten Welt, in der ich nur rausgehe, wenn das Wetter schön ist und ich auch wirklich Lust habe, ansonsten kümmere ich mich per App um mein Tier? Wir werden mehr technische Hilfsmittel in Kauf nehmen, um die Hundehaltung zu optimieren.“

Evolutionsbiologe Josef Helmut Reichholf über Zukunft Tierrecht:

„Hunde gehören zum Menschen. Damit gehören sie auch in die Städte, weil immer mehr Menschen darin leben. Dabei kommt es mitunter auch zu Konflikten. Im Kern geht es bei der Lösung um die Vielfalt der Lebens­formen und um demokratische Toleranz der Gesellschaftsgruppen untereinander. Hunde sind besser integriert und vermitteln das Erlebnis eines anderen, aber uns so nahen Lebewesens ganz unmittelbar … Ich wünsche mir, dass auch Nichthunde­halter akzeptieren, was der Hund so vielen Menschen bedeutet.“

Verhaltensbiologin Marion Pepper, Hundetrainerin und Mitbegründerin des Berufs­verbands der Hundebetreuer, über Zukunft Freizeit:

„Ich wünsche mir, dass wir unsere Hunde weniger vermenschlichen und wieder mehr als Hunde sehen. Hunde brauchen Sozialkontakte, Bewegung und artgerechte Beschäftigung. In meiner Zukunftsvision erziehen wir Hunde mit gesundem Menschen- beziehungsweise Hundeverstand, Augenmaß und einem guten Bauchgefühl. Im Grunde leben wir gemeinsam mit ihnen ein einfaches und ganz normales Leben.“

Tierärztin Svenja Springer, Wissenschaftlerin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, über Zukunft Tiermedizin:

„In aktuellen Befragungen von Heimtier­besitzern, welche soziale Rolle ihr Tier für sie einnehme, antworten mehr als neunzig Prozent der Befragten, ihr Tier sei ein vollwertiges Familienmitglied. Das war noch vor zwanzig Jahren deutlich anders. Diese Entwicklung hat Einfluss auf Gesundheit und Lebens­qualität unserer Vierbeiner. Doch der rasante Fortschritt konfrontiert Tier­ärzte immer häufiger mit moralischen Konflikten. Es wäre wichtig, dass sie in alltäglichen Konfliktsituationen mehr Raum für die Diskussion ethischer Fragen hätten.“

Die Bochumer Gründer Felix Bierholz und Jonny Edward, Hersteller von Hundefutter aus Insekten, über Zukunft Futternapf:

„Wir alle werden in Zukunft höchstens halb so viel Fleisch essen wie heute. Wir glauben nicht, dass alle Menschen in Zukunft Vegetarier werden oder sich nur von Insekten anstelle von Fleisch ernähren werden. Aber wenn wir Menschen deutlich weniger Fleisch essen, können wir Schweine, Rinder und Hühner artgerecht halten. Den Rest unseres Protein­bedarfs decken wir aus Insekten. Das ist unsere Vision.“

Ralph Rückert, Tierarzt aus Ulm, über Zukunft Zucht:

„Ist es Pech für Bulldoggen und Möpse, dass ihnen so oft die Luft zum Atmen fehlt? Kurzköpfigkeit ist eine züchterisch entstandene, ja sogar gewollte Erb­krankheit, die zu schweren und lebens­lang anhaltenden gesundheitlichen Schäden führt … Falls Sie einen Bully oder Mops haben: Erfreuen Sie sich an ihm. Lassen Sie ihn bei Bedarf operieren, damit er wenigstens halb so viel Luft bekommt wie ein normaler Hund. Aber kaufen Sie danach keinen neuen mehr!“

 

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