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WISSEN Schau mal!

Sarah Heider

Unsere Hunde neigen immer mal wieder den Kopf. Tun sie das aus Neugier? Oder Mitleid? Oder haben sie Bedenken? Wissenschaftler erforschen diese Geste und haben verschiedene Theorien entwickelt.

Der Kopf ist zur Seite geneigt, die Ohren sind aufgestellt. Der Hund blickt erwartungsvoll zu Frauchen und Herrchen hoch. Haben Sie gerade „Gassi“ gesagt? Wenn wir mit unseren Hunden reden, reagieren viele Vierbeiner mit dem Neigen des Kopfs. Über den Grund sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Es gibt jedoch drei fundierte Theorien. Auch eine Kombination halten viele Forscher für möglich.

Theorie 1: Hunde hören durch Kopfneigen besser.

Hunde verfügen über ein wesentlich besseres Gehör als Menschen und können höhere Frequenzen wahrnehmen. Ihre Fähigkeit, die Quelle eines Geräuschs zu orten, ist weniger gut entwickelt im Vergleich zum Menschen. Einige Forscher glauben daher, dass sie den Kopf etwas neigen, um ihre Ohren besser auszurichten. Das hilft ihnen, die Herkunft eines Geräuschs zu bestimmen.

Theorie 2: Sie zeigen mit Kopfneigen Empathie.

Hunde sind in der Lage, Teile unserer Sprache zu verstehen. Bei Schlagwörtern wie „Gassi“ wissen sie sofort, was Sache ist. Einige Forscher sind daher davon überzeugt, dass Hunde nach bekannten Wörtern lauschen, wenn sie ihren Kopf neigen. Das zeigt, dass sie interessiert sind. Die Häufigkeit, mit der die Hunde ihren Kopf neigen, könnte auch antrainiert sein. Reagieren die Menschen positiv auf den schiefgestellten Kopfs, wird der Hund dieses Verhalten wiederholen, um erneut eine positive Reaktion zu bekommen.

Theorie 3: Die Nase ist im Weg.

Das klingt zunächst etwas verrückt. Es ist jedoch tatsächlich so, dass die Schnauze den unteren Teil des Sichtfelds abdeckt. Um das nachzuvollziehen, brauchen Sie nur Ihre Faust vor die Nase zu halten, wie Stanley Coren, Professor für Psychologie an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver, die Problematik der Hunde veranschaulicht. Sie werden merken, dass dies Ihr Blickfeld erheblich verkleinert. Wenn Hunde nun zu uns aufblicken, können sie womöglich den unteren Bereich unseres Gesichts nicht richtig sehen. Gerade die Mundregion ist für sie jedoch interessant, um Schlüsse über die Stimmung ihres Menschen zu ziehen. Um einen besseren Blick darauf zu haben, neigen Hunde ihren Kopf. In der Wissenschaft gilt die Theorie, dass ihre Nase den Hunden den Blick versperrt, als am wahrscheinlichsten. Viele Forscher halten jedoch auch eine Kombination aus allen drei Theorien für möglich. Zuerst könnte die Nase im Weg gewesen sein. Dann haben die Hunde gemerkt, dass auch das Hören einfacher ist und dass die Menschen positiv darauf reagieren.

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