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ALLTAG Warten im Garten

Sophie Prüfert

Wo kann ein Hund seine Wartezeit ohne Menschen besser verbringen, im Haus oder eingezäunt unter freiem Himmel? Fünf Bedingungen für einen Aufenthalt im Gehege.

Eine Gruppe Hunde liegt in der untergehenden Sonne.

Stadthunde haben oft keine Wahl. Wenn sie allein bleiben müssen, dann in den eigenen vier Wänden. Hier lässt sich die Wartezeit meist gut verbringen, denn Hunde fühlen sich überall da pudelwohl, wo das Rudel wohnt. Alles riecht hier nach Herrchen, Frauchen und Kindern. Wohnungshunde können jedes Geräusch im Treppenhaus in Sekundenschnelle verschiedenen Menschen und Tätigkeiten zuordnen, sie hören das Auto nach einem Parkplatz und Herrchen nach dem Haustürschlüssel suchen. Haben sie sich ans Alleinbleiben gewöhnt, wissen sie, dass die Heimkehr des Rudels so sicher ist wie der Spaziergang kurz darauf.

Ihren Kollegen vom Land dagegen bieten sich oft zwei Varianten fürs Daheimbleiben: der Haus- und der Gartenaufenthalt. Beides kann für Bello angenehm sein, denn jenseits der gesetzlich vorgeschriebenen sechs Quadratmeter Mindestgröße für Zwinger (von Hunden bis 50 Zentimeter Widerristhöhe, siehe „Tierschutz-Hundeverordnung“ auf www.tierschutzbund.de) ist gerade unter freiem Himmel viel möglich: Bei ausreichender Gartenfläche kann ein Auslauf abgetrennt werden, in dem er seine menschenfreie Zeit mit Blick in die Umgebung verbringen kann. Das Gehege muss groß genug sein (ab ca. 50 Quadratmeter) und am besten eine im Unterstand gebaute, gut isolierte Flachdachhütte haben, die als Ausguck genutzt werden kann. Solch ein privater Hundegarten bietet viele Möglichkeiten zum Buddeln, Spielen und im Idealfall Platz für einen weiteren Wartegenossen. Wichtig: Hunde müssen behutsam an ihr zeitweiliges Zweitleben unter freiem Himmel gewöhnt werden.

 

Fünf Faktoren bestimmen, ob der tägliche Aufenthalt an der frischen Luft für den Hund Frust oder Lust bedeutet:


Das Alter
Ganz klar, einen Welpen allein in den Zwinger oder ins Freigehege zu verbannen, ist niemals artgerecht. Verlassen von seiner Gruppe, wäre ein Hundekind in freier Natur dem Tod geweiht. Das weiß der Jungspund, und deshalb ist er immer darauf bedacht, in unserer schützenden Nähe zu bleiben. Ist er dagegen allein an einem anfangs noch fremden Ort, bekommt er Panik, daher sollten wir in der ersten Zeit unbedingt immer in seiner Nähe bleiben. Und ihm dadurch das Schutzgefühl des Rudels bieten, was ihm Sicherheit und Vertrauen gibt.

Gewöhnung An das Alleinsein müssen Welpen sowie erwachsene Hunde vorsichtig und mit viel Geduld gewöhnt werden. Das geht in kleinen, altersgerechten Schritten, die am besten in der Wohnung mit dem Schließen der Zimmertür für wenige Minuten beginnen. Später können Sie die Lektionen mit kurzen Entfernungen im Zwinger fortführen, indem Sie dem Junghund dort zum Beispiel immer sein Frühstück geben und für diese Futterzeit das Gehege kurz verlassen.

Allein oder zu zweit? Hunde sind Rudeltiere und wollen immer bei uns sein. Wenn sie am Tag viel Zeit ohne ihre Menschen verbringen müssen, etwa weil diese berufstätig außer Haus sind, dann erdulden sie das außerhalb der schützenden Höhle, also unserer Wohnung am besten zu zweit. Zwei Hundekumpels im Freigehege haben sicher nicht weniger Spaß und mehr Langeweile als ein Hund allein in der Wohnung.

Größe Zwingerhaltung im herkömmlichen Sinn ist abzulehnen. Aber in einem gut durchdachten, großzügig angelegten Hundegarten kann man die Wartezeit überbrücken, die Nachbarschaft beobachten, Erdhöhlen buddeln, sich die Sonne auf das Fell scheinen lassen.

Dauer Egal ob im Haus oder Freigehege, Hunde sind Sozialtiere, und der Aufenthalt ohne Menschenkontakt und Auslauf sollte fünf Stunden täglich nicht übersteigen. Wie lange und wann ein Hund draußen bleiben kann, sollte vorher mit dem Tierarzt besprochen werden.

Fazit Auch ein Freigehege ist kein Spaziergeh- oder gar Wohnungsersatz: Hunde brauchen Abwechslung, Erlebnisse, Sozialkontakte und den Anschluss an das Rudel. Wer das nicht bieten kann oder will, sollte sich keinen Hund halten, gleichgültig ob in der Wohnung oder zeitweise draußen.

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