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WELTWEIT Heilige Hunde

Sarah Heider

An Kukur Tihar, dem Tag des Hundes, dreht sich in Nepal alles um die Vierbeiner. Dabei haben Hunde im Hinduismus nicht den besten Stand.

Feierlich werden den Hunden bunte Blumenketten um den Hals gehängt. Mit einer Farbe aus rotem Pulver, Joghurt und Reis werden den Vierbeinern Punkte auf die Stirn gemalt. Was die Hunde in Nepal an ihrem Ehrentag am meisten freuen dürfte, sind die Gaben aus Fleisch, Eiern, Erdnüssen und vielen weiteren frischen Lebensmitteln. An Kukur Tihar, dem Tag des Hundes, dreht sich in dem hinduistischen Land alles um die Vierbeiner.

Die Menschen ehren die Tiere für ihre Treue und für ihre Dienste als Beschützer des Hauses oder Hofs, als Spürhunde nach Erdbeben oder als Polizeihunde. An Kukur Tihar werden alle Hunde geehrt, vom Diensthund bis zum Streuner. Der Tag des Hundes gehört zum fünftägigen Fest des Lichts, das im Hinduismus eine große Rolle spielt. Ziel des Festes ist, die hinduistische Gottheiten und die Geschenke des Lebens zu feiern. Dabei wird an jedem Tag eines anderen Tiers gedacht. Der zweite Tag des Festivals ist dem Hund gewidmet.

Das Fest des Lichts findet dieses Jahr vom 5. bis 9. November statt. Da das Datum mit dem traditionellen nepalesischen Kalender festgelegt wird, verschiebt es sich in unserem Kalender von Jahr zu Jahr. Das zweitwichtigste Fest im Hinduismus fällt aber immer in den Zeitraum von Oktober und November.

Wie ungewöhnlich diese Ehrung gerade von Straßenhunden im Hinduismus ist, wird klar, wenn man um die niedere Stellung des Hundes in der Religion weiß. Denn auch wenn viele Nepalesen ihre Hunde als treue Begleiter schätzen, weist der Hinduismus den Hunden eine nicht allzu schmeichelhafte Rolle zu: In der Mythologie sind sie die Boten und Beschützer von Yama, dem Gott des Todes, und die Reittiere von Shiva, dem Gott der Zerstörung. Wie die Buddhisten glauben die Hindus an die Wiedergeburt. In welcher Gestalt eine Seele wiedergeboren wird, hängt von ihrem Verhalten im vorherigen Leben ab. Hunde gehören dabei zu den Gestalten, in denen Seelen mit schlechtem Karma wiedergeboren werden. Als Hund wiedergeboren zu werden, ist für die Seele also eine Strafe.

Umso erstaunlicher ist die Ausnahme des Kukur Tihar. An diesem Tag danken gläubige Hindus den Hunden dafür, dass sie als Begleiter von Yama die verlorenen Seelen von Verstorbenen auf ihrer Reise begleiten.

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